Filme (Auswahl)
WHO CARES ABOUT PAL FRENAK? 2023
Regie und Schnitt: Glória Halász
Co-Regie: David Schechter und Harald Rumpf
Kamera: Harald Rumpf und andere Teams
Ausführende Produzentin: Vittoria de Bruin
Produzenten: Ilona Köhegyi, Fruzscina Móricz, Vittoria de Bruin
Who Cares About Pal Frenak?” ist ein intimer und kraftvoller Dokumentarfilm über das Leben und Werk des legendären Choreografen Pál Frenák.
Von seiner traumatischen Kindheit im kommunistischen Ungarn bis zu seinem Aufstieg zu einem der innovativsten Tanzkünstler Europas zeigt der Film, wie die Kunst zu seiner Lebensader, seiner Stimme und seiner Rettung wurde.
Nach seiner Premiere 2023 in Budapest feierte der Film 2025 im Lincoln Center New York während des
Dance On Camera Festivals seine US-Premiere.
SOMMER WINTER SOMMER
– ein Landarzt in Niederbayern/
2013, 90 Min./94 Min., Regie, Kamera, Produktion
Produktion: Aporia Filmproduktion H Rumpf für das Bayerische Fernsehen
Ein intimes Porträt von Dr. Michael Rosenberger aus Niederbayern. Es zeigt gewöhnliche und außergewöhnliche Geschichten, die den Menschen sehr nahe gehen. Nominiert für den renommierten Grimme-Preis 2014
Sommer, Winter, Sommer – ein Landarzt in Niederbayern Breitenberg in Niederbayern ist ein idyllischer Ort. Hier leben nur wenig mehr als 3000 Menschen. Einer von ihnen ist Dr. Michael Rosenberger. Alle kennen ihn hier und er kennt sie alle. Denn Rosenberger arbeitet als Landarzt. Zweieinhalb Jahre lang war der Münchner Filmemacher Harald Rumpf immer wieder mit Rosenberger unterwegs. Er hat ihn filmisch in seiner Praxis und bei Hausbesuchen begleitet, war mit ihm auf Volksfesten und bei Noteinsätzen, hat ihn im Privaten getroffen und bei seiner regelmäßigen Schafkopfrunde bebachtet. Herausgekommen ist ein intimes Porträt, das eindrücklich von den schönen und beschwerlichen Momenten im Leben eines Landarztes erzählt: von erfolgreichen Behandlungen und geheilten Patienten, von aussichtslosen Fällen und natürlich auch vom Tod. Wie nebenbei erkundet der Film dabei ein ganzes Universum im Kleinen: Er zeigt mit unverstelltem Blick die oft freundliche, manchmal abweisende niederbayerische Landschaft im Wandel der Jahreszeiten. Er beobachtet scharf den Alltag der Menschen am äußersten Rand Deutschlands. Er folgt den zum Teil unglaublichen Geschichten einer Handvoll von Patienten.
Da ist zum Beispiel Frau B., eine Borderlinerin, deren neue Schnittwunden Rosenberger oft morgens – direkt nach Öffnung seiner Praxis – als erstes versorgen muss. Oder Peter, der Zimmereiunternehmer, der nebenbei eine große Rotwildzucht betreibt. Vergnügt schauen wir dem 13jährigen Philip zu, wenn er ganz unverdorben und direkt von seinem Berufswunsch erzählt, Bauer zu werden. Rosenbergs Umgang mit seinen Patienten ist dabei nicht von Autorität geprägt. Selbst in schwierigen Situationen bleibt sein Ton freundlich. Für die Menschen in Breitenberg ist er mehr als ein Arzt. Er ist einer von ihnen: ein Freund, der sich ganz nebenbei auch noch als Vorleser in der Kirche engagiert, Mitglied bei der Feuerwehr ist und ein passionierter Schafkopfspieler.
Von der entspannten Vertrautheit zwischen Arzt und Patient profitiert auch der Filmemacher Harald Rumpf. Immer wieder fängt seine Kamera überraschende Szenen ein, intime Bilder der Protagonisten, die nie ins rein Voyeuristische abdriften. Und ganz beiläufig erlebt der Zuschauer auch, wie beschwerlich der Alltag eines Landarztes sein kann, zum Beispiel wenn er bis weit nach Mitternacht noch Patientendaten einpflegen muss und dann bereits früh um fünf zum nächsten Notfall gerufen wird. Erstaunlich, wo der Mann seine Energie hernimmt, die auch noch reicht, um zwischendurch über das Leben zu reflektieren und über den Tod – „den Begleiter von der Wiege bis zur Bahre.“ Oder über Sinn und Unsinn von bestimmten Medikationen, die oft nur noch darin bestehen, die Nachteile des einen Medikaments mit einem anderen wieder aufzuheben. Christian Topp
Zwischen Welten – Vom Aufwachen in einem anderen Leben, zdf/arte 2010, 92 Min.
Regie/Buch/Schnitt: Marc Haenecke
Co-Regie und Kamera: Harald Rumpf
Musik: Adrian Sieber
Produktion: Die Freibeuterin
Premiere DokFest München 2010, Prädikat: besonders wertvoll
Buchdrucker Preis 2011

Was, wenn wir in abgrundtiefem Raum versinken und unser Leben von einem Moment auf dem anderen nicht mehr ist, wie es einmal war? Zwei Menschen kämpfen sich aus dem Koma zurück ins Leben. Marc Haenecke und Harald Rumpf haben mit ihrer Kamera das Wunder ihres Aufwachens begleitet. Aus welcher Art von Welt tauchen sie wieder auf? Wissen Sie, wer an ihrem Bett steht? Was haben Sie im Koma erlebt? Und wie können wir ihren Weg zurück ins Leben erleichtern? Fast ein Jahr beobachtet die Kamera, den schwierigen Weg der Patienten und ihrer Angehörigen. Der Dokumentarfilm berührt die wesentlichen Fragen unserer Existenz, unserer Wahrnehmung und unseres gegenseitigen Verstehens. Es ist ein Film über Hoffnung und die erstaunliche Kraft des Lebens.
Songs from Neverland
Ein heißes Wochenende mit Joo Kraus, Torsten Krill, Ralf Schmid und Veit Hübner bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, an dem dieses Video mit Michael Jackson Songs im Studio, am Neckar, im Wohnzimmer und im verschneiten Wald auf der Schwäbischen Alb aufgenommen wurde. Michael Jackson einmal vollkommen anders eingespielt, mit einem tollen Groove.
11 Schwarze müsst ihr sein
Regie, Kamera: Harald Rumpf
Schnitt: Wolfgang Grimmeisen
Musik: Wolfgang Netzer
Produktion: Eikon Film Süd GmbH
Academy Africa Sports war ein Fußballverein, ein Familienersatz und eine Chance zur Integration in ein fremdes Land. Das war die Motivation afrikanischer Asylbewerber, als 2003 ihre eigene Fußballmannschaft gründeten. Vom Start weg schrieb die außergewöhnliche Elf aus München-Ottobrunn ihre eigene Erfolgsgeschichte und stieg jedes in die nächsthöhere Klasse auf. Bis zur Kreisklasse setzte sich dieser Erfolg fort. Zu diesem Film: Oscar, John, Oli, Usche und ihre Fußballfreunde eint ein Ziel: Mit ihrer Mannschaft wollen sie den Aufstieg in die A-Klasse perfekt machen. Vor dem Hintergrund dieses spannenden Aufstiegskampfes porträtiert der Film einige der Spieler in sehr unterschiedlichen Momenten und Stationen ihres Lebens: Von den ersten Tagen als Asylbewerber bis zu einer etablierten Existenz, mit dem neuen Lebensmitelpunkt in Deutschland.
Up & Dancing
The magic stilts of Trinidad 2006, 52 Min./
Regie, Kamera: Harald Rumpf
Co-Regie: Michael Amtmann
Schnitt: Nina Ergang
Zweite Kamera und Ton: Oliver Sachs
Produktion: Leykauf Film
Ein Film über die Kinder der Dragon Kilimanjaro School of Arts & Culture in einem der ärmeren Viertel von Port of Spain, die auf dem Weg sind, Moko Jumbies zu werden, die berühmten Stelzenläufer.
Hip Hop – Eine Geschichte aus der Hood
2002/2003, 95 Min.
2001/2003, Premiere beim Münchner Filmfest 2003
Regie, Kamera, Buch: Harald Rumpf
Montage: Wolfgang Grimmeisen
Ton: Gregory Fernandez
Musik: I.G.Off & Hazadus
Starring as Guest: G Rap, Saigon
Produktion: MTM Cine und Produktionsfirma Harald Rumpf
Koproduktion: Bayerisches Fernsehen, arte (deutsch-französische Ausstrahlung) Bayerischer Filmfonds
HipHop – a Tale from the Hood führt uns durch die verwirrende HipHop Welt. Die Kamera fängt die Atmosphäre und den Lebenstil ein, dem wir in Begleitung dieser beiden Rapper begegnen, auf ihrem steinigen Weg den Traum vom großen Musikgeschäft zu erreichen.
Das Leben in der Hood ist geprägt von Drogen, Prostitution, Gaunern und zuletzt oft von Gefängnisstrafen. Einer der wenigen Wege raus aus dieser Welt ist das Musikgeschäft. Der Film gibt dem Gangsta Mythos, wie wir ihn vom Rap kennen, ein Gesicht, wir folgen ihnen in ihre Welt, in ihre Wohnungen, sind bei nächtelangen Musiksessions dabei, rauchen mit im Badezimmer bei ihren Freestyles, wir gehen mit ihnen auf die Bühne.
Wir begegnen vorpubertären Kindern, die reimen, ebenso wie der Rap-Legende Kool G Rap, dem ersten Ostküsten Gangster-Rapper, der an einer Musiksession teilnimmt.
Wir fühlen Stimmung und Spannung in den Projects, bei den Reisen von der Nord-Bronx bis nach Far Rockaway im Süden von Queens.
Im Film erfahren wir von dem Geflecht von Partnerschaften, Zusammenarbeit und Überleben in der Hood. Der Film ist für jeden, der vom Leben unter Randbedingungen angezogen wird und der bereit ist einen Blick dorthin zu werfen, wo der Bürgersteig endet .
I.G.Off und Hazadus leben ihr Leben ohne soziale Absicherung, es gibt keine Garantie auf Erfolg. Auch nicht nach jahrelanger Arbeit, der ihnen den Respekt der Strasse einbrachte.
Und es gibt nur die Gewissheit, dass man immer scheitern kann.
Liberty Square of Munich/
Münchner Freiheit 1985/1998-2002, 108 Min
Regie/Director,Kamera/Cinematography, Ton/Sound, Montage/Editing: Thomas Balkenhol, Sabine Bornemann
Musik: Ivan Hajek, Paula Theuersbacher-Rumpf
Produktion Harald Rumpf
Premiere bei der Berlinale 1998. Nominiert für den Deutschen Filmpreis.
Ausgezeichnet mit dem Münchner Filmförderpreis (heute Starterpeis)
Münchner Freiheit, das sind Beobachtungen, Skizzen und Szenen aus dem Leben von sechs Menschen, die auf der Straße leben über einen Zeitraum von zwölf Jahren. Dreh und Angelpunkt war der Platz Münchener Freiheit. Es ist ein Film übers Altwerden auf der Straße, Liebesbeziehungen, über medizinische Selbstversorgung, Freundschaften und Zweckbündnisse. Und immer wieder taucht dieser unbändige, skurrile Humor und ungeheure Lebenswille auf, der offensichtlich nur unter extremen Bedingungen entstehen kann. Und wir erfahren auch daß Menschen, die sich als Zombies fühlen, noch zu einer tiefgreifenden Änderung ihres Lebens fähig sind.
Es gibt zwei Versionen des Film. Die erste ist der16 mm Film in schwarzweiß gedreht, der auf Festivals wie Berlin, Karlovy Vary, München, Kassel lief. Die zweite Fassung beschäftigt sich mit der Frage, was ist aus den Protagonisten im Laufe der nächsten Jahre geworden. Diese Fassung war ausschließlich fürs Fernsehen gedreht.